Elb-Shuttle: Hop-on, hop-off durch die Elbmarsch!

Elb-Shuttle Bus

Der perfekte Fahrradtour-Tag. Man nehme: einen unglaublich gut gelaunten Busfahrer („Moin! Wartet ich helfe Euch!“), einen Bus mit fröhlichen Menschen, einen Fahrradanhänger sowie eine kostenlose Mitfahrt. Das Ziel: die endlose grüne Marschlandschaft der Elbe mit kinderradfreundlichen Wegen. Ein Tag Urlaub direkt vor den Toren Hamburgs.

Bereits in der 7. Saison (2019) dreht der Elb-Shuttle, ein Radwanderbus, nun seine Schleife durch die Winsener Elbmarsch. Er fährt über dreißig Haltestellen südlich der Elbe an. Das Prinzip ist einfach: Fahrräder auf den Anhänger, Eltern-Kinder-Hunde nach vorne. Einsteigen, klingeln, aussteigen. Alles ganz entspannt.

Eine Fahrradtour in der Elbmarsch ist perfekt für Familien. Die Strecken sind so flach, da rollen die Räder fast von selber. Und es gibt unglaublich viel am Rand zu sehen. Je nach Zeit im Sommer sind diverse Landmaschinen auf den Wiesen und Feldern im Einsatz: Trecker von John Deere und Fendt, Kreiselschwader, Pflug, Rundballenpresse, usw. Live, und nicht nur als Bruder- oder Siku-Autos im heimischen Kinderzimmer. Wahnsinn, wie riesig so ein Maishäcksler von Claas mit Mähwerk ist. Wenn gerade gemäht wird, fallen die Störche und die Möwen auf dem frisch eröffneten Wiesen-Buffet ein. (Wie und wo wir einen Mähdrescher-Simulator gefahren sind, lest Ihr hier)

Beim Fahren durch die Wiesen könnt Ihr außerdem Rehe, Hasen und Graureiher sehen. Neben den Bauernhöfen relaxen Kühe im Gras. Und wenn Ihr ganz leise seid, dann hört Ihr vielleicht den Specht oder die Frösche in den Gräben und Teichen.

Wir empfehlen Euch die Route von der Elbfähre Hoopte nach Süden Richtung Stelle und dann am Ashausener Mühlendeich entlang, am See im Jungkernfeld vorbei bis zum Bahnhof in Meckelfeld. Diese Strecke sind wir mit unseren Rabauken (sechs und acht Jahre) zweimal gefahren und ist absolut machbar. Nicht zu kurz und nicht zu weit. Es ist kein Problem auch mal nebeneinander zu fahren und sich zu unterhalten, anstatt wie eine Entenfamilie hintereinander. Hier gibt es zum Glück nur wenige Autos auf den Wegen.

Wir brauchen für diese Strecke rund drei Stunden. Das liegt aber nur am ausgedehnten Spielen im Bach. Manchmal liegt die Urlaubs-Idylle gar nicht weit von Zuhause entfernt.

Eine schöne Tour ist auch die Strecke von der S-Bahnstation Bergedorf Richtung Süden, über das Zollenspieker Fährhaus, mit Elbüberquerung nach Hoopte – in beide Richtungen.

Egal wie Ihr Eure Tour plant, welche Ziele Ihr habt und wie Ihr abkürzen wollt: im aktuellen Faltplan steht, wann und wo der Elbshuttle gerade seine Runde fährt. (Fahrplan des Elb-Shuttle)

In den Dörfern in der Elbmarsch gibt es zudem viele kleine schöne Feste, wie z.B. das Lampionfest in Drage (Elbe brennt) oder große Events wie das Stover Rennen, einem traditionellen Pferderennen (Trab, Galopp, Ponyrennen). Das Beste daran: der Elb-Shuttle kippt Euch direkt vor der Tür raus!

Wie kommt Ihr zum Elb-Shuttle?

Wenn Ihr aus Hamburg anreist, hab Ihr mehrere Möglichkeiten in den Bus zu steigen. Die S2/21 fährt in 20 Minuten vom Hauptbahnhof zum S-Bahnhof Bergedorf, wo er abfährt (Bereich D). Der nächste Halt ist dann Niedermarschacht auf der anderen Elbseite.

Ihr könnt auch mit der Metronom-Linie RB31 zu den Haltestellen Meckelfeld, Ashausen und Winsen fahren und von dort weiter. Noch niemals von diesen Orten gehört? Dann ist es jetzt höchste Zeit, mal vorbeizuschauen! (HVV.de)

Natürlich könnt Ihr Euer Auto, mit oder ohne Fahrradträger, an einem strategisch guten Standort in der Elbmarsch abstellen und dann an einer der Haltestelle ein- oder aussteigen. Aber Achtung: der Bus ist ziemlich pünktlich!

Wichtige Informationen vorab

  • DIE FAHRT / FAHRAD-MITNAHME IST KOSTENLOS!
  • Der Elb-Shuttle fährt vom 1.Mai bis 3.Oktober
  • Am Samstag, Sonntag und Feiertag: 3 Runden pro Tag
  • Es besteht leider keine Mitnahmegarantie, d.h. wenn der Anhänger voll ist (insgesamt 15 Plätze), dann kommen keine weiteren Räder mit.
  • Es gibt keine Gruppen-Anmeldung
  • Nicht mitgenommen werden: Tandems, Liegefahrräder und Fatbikes
  • Alle montierten Taschen, Körbe o.ä. müssen während der Fahrt mit in den Bus genommen werden.
  • Schnuffi darf angeleint auch mitfahren
  • Dem Busfahrer beim Verladen helfen ist eine Selbstverständlichkeit.

Wenn Ihr Euch fragt, wer hinter diesem kostenlosen Angebot steckt? Hier die Antwort: die Kosten des Elb-Shuttle von ca. 45.000 Euro pro Jahr werden von der Stadt Winsen, den Gemeinden Stelle und Seevetal, der Samtgemeinde Elbmarsch und dem Landkreis Harburg getragen. Von uns gibt es dafür Applaus und die Hoffnung, dass viele Menschen mitfahren. Vielleicht Ihr auch.

Viel Spaß beim Radeln!

P.S. Ein weiteres Ausflugsziel südlich der Elbe ist der Märchenwanderweg „Der Trickser“ bei Jesteburg. Eine tolle Strecke mitten durch einen Wald in der Nordheide, mit vielen interaktiven Stationen, einer spannenden Geschichte und einem süßen Café am Ende. Für wen sich lohnt und wie es dort aussieht, erfahrt Ihr hier.

Schreibe einen Kommentar